Vorschau und Leseprobe


Der zweite Band ist schon in Arbeit. Wenn ihr weiter schön neugierig seid, könnte auch noch ein dritter folgen. Mal sehen.

Hier könnt ihr schon ein paar Ausschnitte aus dem ersten Band lesen. Wenn ihr auf den Link von BoD geht gibt es noch mehr davon.

Ab Januar stelle ich dann auch ein paar Seiten des zweiten Bandes ein, der ist dann nicht mehr orange und setzt die Abenteuer unserer Helden aus dem ersten Band fort. 

 


Moin Bella, kannst du mal nach der kleinen Kaffeemaschine sehen, die blinkt rot. Bella war soeben an ihrem Arbeitsplatz erschienen und eigentlich noch nicht in der Lage hochtechnisch sensible Abläufe nachzuvollziehen. Sie war froh, dass ihr das Starten ihres Autos zu dieser Tageszeit gelungen war und sie den Weg bis hierher ohne größere Probleme zurücklegen konnte. Auch hier blinkte eine kleine Lampe rot, ohne ihr mitzuteilen, was sie dazu bewegte.

So begann der Arbeitstag mit doppelt rotem Geblinke, was wenig geeignet war, in morgendliche Fröhlichkeit zu verfallen.

Während sie sich über den Kaffeeautomaten hermachte, dem außer Wasser auch die notwendigen Kaffeebohnen fehlten, überlegte sie wen sie fragen könnte, was ihr kleines Auto für Probleme hat und ob er in der Lage sei diese zu beheben.

Eigentlich sollte sie zu dieser Zeit schon eine niedliche  Einraumwohnung in der Nähe des Hotels bezogen haben, aber die Handwerker sahen sich in der nächsten Zeit außer Stande dort tätig zu werden. Bis diese ihren Job erledigt haben, hatte sie für zwei Wohnungen Miete zu zahlen, was sie zwar nicht überforderte, aber ihr trotzdem zu wider war. Zudem musste sie die täglichen sieben Kilometer hin und die sieben Kilometer wieder zurück, des Tages wie nachts, mit dem Auto fahren und das wollte sie eigentlich nicht mehr.

Bezüglich des Autos hatte sie keine zündende Idee, wer für eine Heilung des Minis in Frage kommen würde. Sie wusste, dass die Meldung der roten Lampe Grund zur Sorge gab und nicht länger ignoriert werden sollte...

Auszug 2

...Noch zu Hause hatte Bella Hanno in ihrer Hotelbar kennen gelernt. Er war ihr durch sein schräges Äußeres aufgefallen. Sein Gesicht zierte ein langer Kinnbart, der zu einem Zopf geflochten war. Über der Oberlippe wanden sich zwei gezwirbelte Bartspitzen in die Höhe. Die Haupthaare waren lang und ebenfalls zu einem Zopf zusammengebunden. Das rechte Ohr zierte ein auffälliges Piercing und am Hals fanden sich das eine oder andere Tattoo.  Infolge der starken Behaarung, war sein Gesicht nicht in seiner Gänze zu erkennen. Bekleidet war er eher wie ein Ranger aus den Rocky Mountens, als ein freiberuflicher Mitarbeiter der deutschen Kriminalpolizei, der er war.

Zu später Stunde und durch etwas Alkohol beflügelt, hatte er ihr viel aus seinem Leben erzählt.  Als Wissenschaftler hatte er lange für die Kriminalpolizei gearbeitet und dadurch in strengen Regeln gelebt. Diese Lebensweise widersprach grundsätzlich seinem Naturell. Er mochte alte Kulturen, wollte sie in der ganzen Welt ausgraben und erst einmal länger aus Deutschland und insbesondere von seinem Hauptauftraggeber, weg.

Bella erzählt ihm, dass sie als Animateurin auf einem Kreuzfahrtschiff beworben hatte und schon im Sommer die erste Reise unternehmen will. Hanno entschloss sich spontan, auf diesem Schiff seinerseits eine Reise zu buchen.

Bella gefiel ihm und eine solche Reise kam seinem Traum, in fernen Ländern seiner Berufung nachzugehen, näher. Sein etwas anstrengendes Verhältnis zu Freundin Gerda Höhler-Sperlich, die als Vollzugsbeamtin einer JVA grundsätzlich für solche Abenteuer nicht zur Verfügung stand, hatte er zuvor per WhatsApp beendet.

Bella hatte den Fund in der bolivianischen Höhle bisher als strenges Geheimnis gehütet, bevor sie Hanno in einer schwachen Stunde als erstem davon erzählte. Hanno, der im Herzen immer noch der junge Entdecker aus der Kindheit war, fing augenblicklich Feuer. Nicht ganz zufällig landete er mit demselben Schiff wie Bella in Südamerika an. Am Anfang der Reise wussten beide nicht, ob der jeweils andere seine Absicht, daran teilzunehmen, wahr gemacht hatte...

Auszug 3

...Bella wollte ihren Job im Richmond für die vier Monate der Reisezeit ruhen lassen, obwohl sie sich dort wohl fühlte und sich auf Dauer keine andere Arbeit vorstellen konnte. Sie wollte aber auch mal raus, etwas anderes sehen und vielleicht einen Mann treffen, der nicht Dauerkunde der Hotelbar ist. Natürlich wollte sie noch einmal die Höhle am Sao Mateo River besuchen, um eine weitere Probe, die vielleicht einen kleinen Painit in einem Stück enthielt, aus der Höhlenwand entnehmen zu können.

Ihr Ziel war es, einen oder mehrere ganzheitliche Steine zu finden und sie irgendwie mit nach Hause zu bringen. Als ideales Transportmittel erschien ihr dabei ein Kreuzfahrtschiff mit seinen unendlich vielen Versteckmöglichkeiten. Steine mit einer Größe von zwei bis drei Millimetern zu finden, wäre schon ein großes Glück und so war der zu beanspruchende Platz für die Steine praktisch überall vorhanden.

Die Idee zu dieser Reise per Schiff entnahm sie dem Werbeteil aus dem Reberlinger Sonntagsblatt, in Form einer Stellenanzeige der Reederei PPS Germany. Die Reeder suchten fast alles was weiblich war, laufen und schwimmen konnte, nett aussah und die Vierzig noch nicht überschritten hatte, für den Dienst an Bord von Kreuzfahrtschiffen. Nach dem ersten Infoanruf bei der Reederei, reifte in Bella der Entschluss sich für diesen Job zu bewerben.

Eine Nacht lang feilte sie an einem Bewerbungsschreiben und einem Lebenslauf der Sonderklasse. Nachdem die Werke ausformuliert waren, war sie sich sicher, dass die Reederei noch nie von einer so qualifizierten und fleißigen Bewerberin gehört hatte.

Quälende drei Wochen lang erhielt sie kein Zeichen, dass ihre Bewerbung eingegangen war, geschweige dass sie Chancen auf diese Stelle haben würde. In der vierten Woche kam dann der ersehnte Brief der Reederei mit der Mitteilung, dass sie sich doch bitte einmal melden sollte, es gäbe etwas zu besprechen.

Den Brief noch in der Hand, eilte sie zum Telefon und rief die dort aufgeführte vielstellige Nummer an. Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine sanfte verbindliche Frauenstimme mit der Information, dass hier die Reederei PPS Germany ist, alle Mitarbeiter in einem Gespräch wären und sie in die Warteschleife umgeparkt wird. Dazu wurde leichte Swingmusik abgespielt. Der Musiktitel endete mit einem Knacken in der Leitung und begann dann aufs Neue.  Nach der zweiten Wiederholung begann Bella sich ein paar Nudeln zu kochen und weil sich immer noch nichts tat, auch die Soße dafür zuzubereiten.

Als sie den ersten Löffel zu Munde führte, endete die Musik plötzlich und ein gebrochen deutschsprechender Mitarbeiter der Reederei fragte wie er ihr helfen könne. Bella lies den Löffel in die Soße fallen und griff nach dem Telefon. In der Zwischenzeit hatte sich die Soße auf den Weg in Richtung ihrer Bluse gemacht. Was dort nicht anhaften konnte, folgte der Schwerkraft und kam dann auf der weißen Hose zum Erliegen.

Etwas irritiert begann sie das Gespräch mit: „ja bitte, können sie“. Nach einer kurzen Pause kam die Frage der gebrochenen Stimme : "und bitte wie kann ich das tun?“

„ich hätte gern einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.“

„Bei wem bitte schön?“

„Das weiß ich nicht, ich möchte mich, auf ihre Stellenannonce hin, als Bedienkraft und als Animateurin auf einem Kreuzfahrtschiff bewerben.“

„Da gebe ich sie in die Abteilung für gering qualifizierte Kräfte“.

Bella verließen augenblicklich einige Illusionen über die kommende Zeit. Nach ein paar Sekunden meldete sich die Abteilung GQK:

„Guten Tag, Cord Schlauchter mein Name, was wünschen sie bitte?“

Cord Schlauchter sprach einen lupenreinen norddeutschen Dialekt. Für Bella klang das sofort vertraut und vertrauensbildend. Ihr Wohlfühlpegel stieg wieder etwas an. Sie erklärte ihm ihre Absicht und wies ihn darauf hin, dass sie sich vor etwa vier Wochen schriftlich beworben hatte. „Bitte mal ihren Namen und das Datum ihrer Bewerbung oder das Aktenzeichen und das Datum von unserem Brief.“

Hastig durchwühlte Bella den Stapel Papier, der neben dem Telefon lag und fand schließlich den besagten Brief.

„MSFfT 401 vom 17.3. diesen Jahres“, rief sie atemlos in den Hörer.

„Ah ja da haben wir sie. Sie sprechen drei Sprachen? Donnerwetter. Da sind sie für unsere Abteilung eigentlich überqualifiziert. Ich gebe ihnen mal eine Nummer vom Management der `Femme Fatale`. Rufen sie bitte dort an und wenn sich daraus nichts ergibt, melden sie sich bitte wieder bei mir. Viel Glück.“

„Vielen Dank ich rufe gleich dort an.“

In Bellas Stimme kam ein leichtes Zittern, denn die Sache wurde nun konkreter und ihr Pulsschlag erhöhte sich...